|
03.10.2011 // VDP-Stellungnahme zur Anhörungsfassung zum Erlass zur Schulpsychologischen Beratung
Der Erlassentwurf zur Schulpsychologischen Beratung sieht vor, das Netzwerk an Schulpsychologen und Schulpsychologinnen zukünftig neu aufzustellen. Der Verband Deutscher Privatschulen Niedersachsen-Bremen e.V. (VDP) begrüßt dies und nimmt hiermit zu dem uns übersandten Erlassentwurf Stellung.
- Für Nr. 1, Abs. 2 Organisation schlagen wir vor, die Formulierung in „für alle Schulen in öffentlicher Trägerschaft oder staatlich anerkannte Schulen in freier Trägerschaft“ zu ändern, bzw. zu ergänzen.
- Nr.4, Abs. 1 regelt, wie Schulpsychologen tätig werden: u. a. durch Schulleitungen, durch Eltern und Schüler. Daraus ergibt sich, dass auch Eltern der Schülerschaft von Ersatzschulen sich unmittelbar an die Schulpsychologen wenden können. Mindestens dadurch sind implizit auch „staatlich anerkannte Schulen in freier Trägerschaft“ Gegenstand der schulpsychologischen Beratung. In diesem Sinne sehen wir aus sachlogischen Gründen Bedarf an dem Zusatz. Dies gilt ebenfalls für die Einzelfallberatung nach Nr. 2.
- In Nr. 2.1.3 Klassenlehrerprogramm KIK (Kommunikation – Interaktion – Kooperation) und 2.1.4 Zusammenarbeit mit Beratungslehrerinnen und Beratungslehrern sind Weiterbildungen und Kooperationen geplant.
Hier ist es wünschenswert und zugleich sinnvoll, Lehrern an freien Schulen Möglichkeiten zur Partizipation zu gewähren. Dies gilt ebenso für die Zusammenarbeit in regionalen Netzwerken außerhalb des schulischen Bereichs, wie in Nr. 2.6 vorgesehen.
Begründung: Die Landesschulbehörde (LSchB) beaufsichtigt die anerkannten Ersatzschulen ebenfalls, dadurch erwächst den Dezernenten also auch eine Zuständigkeit für Schulen in freier Trägerschaft. Aus Sicht des VDP ist es zudem im Rahmen der gemeinsam getragenen Verantwortung für das öffentliche Schulwesen, das Schulen in staatlicher und freier Trägerschaft zusammen abbilden, nötig und sinnvoll, ein gemeinsames getragenes schulpsychologisches Beratungsangebot zu installieren.
Der Vorstand und die Geschäftsführung des Verbandes Deutscher Privatschulen Niedersachsen-Bremen e.V. |