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Seminar 28.02.2019 | Arbeitsrecht für Schulen in freier Trägerschaft

Die Beziehung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber betrifft ein Rechtsgebiet, das wohl in jeder Schule in freier Trägerschaft von großer Relevanz ist. Man sollte deshalb zwingend an dieser Stelle gut aufgestellt sein und auf dem aktuellen Stand bleiben. Doch was gilt es bei der Vertragsgestaltung zu beachten? Welchen Unterschied gibt es zwischen Honorarkräften und Arbeitnehmern? Welche Risiken entstehen durch den Einsatz von Honorarkräften und wie können diese minimiert werden? Was gilt es bei befristeten Arbeitsverträgen zu beachten? Welche Möglichkeiten gibt es gegebenenfalls für Kündigungen von Mitarbeitern?

Das Seminar behandelt auf Grundlage der aktuellen Rechtsprechung unter anderem folgende Schwerpunkte

  • Vertragsgestaltung
    • Formerfordernis
    • zwingende Vertragsinhalte
    • Grenzen der Vertragsgestaltung
  • Honorarkräfte
    • Risiken sowie Abgrenzung Arbeitnehmer
  • Befristete Arbeitsverhältnisse (TzBfG)
    • Befristung mit/ohne Sachgrund
    • Entfristungsklage

Referent
Maik Wünsche ist seit 2002 zugelassener Rechtsanwalt in Hamburg. Seit 2006 ist er Partner in der Sozietät Hauenschild, Schütt, Wünsche & Machts.
Maik Wünsche ist sowohl Fachanwalt für Arbeitsrecht als auch Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht. Ein weiterer wesentlicher Schwerpunkt von RA Wünsche ist die Beratung von Schulen in freier Trägerschaft bei all ihren privatschulspezifischen rechtlichen Problematiken.  Insbesondere die Schnittstelle in der arbeitsrechtlichen Beratung gerade für Privatschulen mit ihren hier ganz besonderen Gegebenheiten ist dabei seine tägliche Praxis.

Das Seminar findet am 28. Februar 2019, von 10.00 bis 16.30 Uhr in den Räumen Geschäftsstelle des VDP, Warmbüchenstr. 21, 30159 Hannover, statt. Wir empfehlen die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, aufgrund der schwierigen Parkplatzsituation vor Ort.
Anmeldeschluss ist der 14.02.2019. Der Teilnehmerkreis ist begrenzt. Maßgeblich für die Teilnahme ist der Eingang der Anmeldung. Ab 9 Teilnehmern eröffnen wir eine Warteliste.

Für Fragen hierzu steht Ihnen unsere Geschäftsstelle gerne zur Verfügung.

PM | Die Zukunftschancen älterer Arbeitnehmer müssen stärker wahrgenommen werden

Berlin, 13. April 2015 – Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) fordert die Potentiale älterer Arbeitnehmer stärker zu nutzen. Durch ihre Erfahrungswerte und ihren Wissensvorsprung sind sie für den Arbeitsmarkt der Zukunft unverzichtbar. Politik und Wirtschaft müssen deshalb die Chancen der Generation 50plus erkennen und eine Bildungsstrategie entwickeln, die vielfältigere Berufsbiografien ermöglicht. Auch im hohen Alter müssen Arbeitnehmer die Möglichkeit bekommen, einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag leisten zu können.

Bundespräsident Joachim Gauck hat in einer Grundsatzrede im März eine neue Lebenslaufpolitik gefordert, die es älteren Menschen ermöglicht, länger im Berufsleben zu bleiben. Die lang lebende Gesellschaft müsse zur lang lernenden Gesellschaft werden. Der Schlüssel dazu heißt Bildung. Gerade im Hinblick darauf, dass in den kommenden Jahren der Anteil jüngerer Menschen in der Arbeitswelt zurückgehen wird, müssen Unternehmen und Politik umdenken und ältere Arbeitnehmer stärker fördern. „Nur so werden die Grundlagen für ein altersgerechtes Arbeiten geschaffen“, so Petra Witt, Präsidentin des Verbandes Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP).

Ein klarer Beleg für die falsche Ausrichtung aktueller Bildungspolitik ist die zu geringe Anzahl an Weiterbildungsmaßnahmen für ältere Arbeitnehmer. Die AES-Studie (Adult Education Survey), die im Auftrag des Bildungsministeriums durchgeführt worden ist, kam zu dem Ergebnis, dass die Quote der Fortbildungen für 55- bis 64-Jährige deutlich unter der Quote für die 25- bis 34-Jährigen lag. Hinzu kommt, dass die Zahl der Beschäftigten im Alter zwischen 60 und 65 durch die neueste Rentenreform zum ersten Mal stagniert. Und das, obwohl die Gesamtzahl der Arbeitnehmer kontinuierlich steigt. „Es müssen deshalb Anreize für eine längere Beschäftigung geschaffen werden, um die Erfahrungswerte der älteren Generation zu erhalten“, so Petra Witt.

Außerdem sind ältere Arbeitnehmer häufiger von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen. Fehlende Qualifikation mindert dabei die Erwerbsbeteiligung besonders. Hinzu kommt, dass die Teilnehmerquote von Arbeitslosen an Weiterbildungsmaßnahmen deutlich niedriger ist als bei Erwerbstätigen. Insgesamt ist es deshalb zentral, für jede Altersstufe das passende Bildungsangebot zu schaffen und Anreize zu geben, die die Bildungsbereitschaft älterer Arbeitnehmer erhöht. „Es ist sinnvoll, auch einen Arbeitslosen 50-Jährigen durch eine längerfristige Bildungsmaßnahme für einen gefragten Beruf zu qualifizieren“, so Petra Witt. Dadurch steige die Chance auf eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung beträchtlich.

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Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) vertritt die Interessen von Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft im allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fachhochschulen und Hochschulen). Der 1901 gegründete Verband mit Sitz in Berlin bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Verantwortlich für den Inhalt: Robert Renner, Pressesprecher