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PM | Schulwahl: Privatschulen bieten individuellen Lernweg für jedes Kind

Berlin, 12. Februar 2019. Fast jedes zehnte Kind besucht eine allgemeinbildende Schule in freier Trägerschaft. Privatschulen bieten aufgrund ihrer vielfältigen pädagogischen Konzepte ein breit gefächertes Angebot. Neben dem Schulprofil spielen Kriterien wie die Unterstützung bei Lernproblemen, die Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule, das Lehrerkollegium sowie das Schulklima eine wesentliche Rolle. „Privatschulen orientieren sich beim Lehren und Lernen an den gesellschaftlichen Anforderungen und ermöglichen jedem Kind einen individuellen Lernweg“, sagt Klaus Vogt, Präsident des VDP. Entscheidend bei der Schulwahl und für den Lernerfolg des Kindes sei es, eine Schule entsprechend den Fähigkeiten, Fertigkeiten und Neigungen des Kindes auszuwählen.

Die steigenden Schülerzahlen an freien Schulen belegen, dass sich immer mehr Eltern individuelle Bildungsangebote für ihre Kinder wünschen. So stieg die Anzahl der Schüler an allgemeinbildenden Privatschulen in den vergangenen fünf Jahren um 3,7 Prozent von 730.382 auf 757.263 Schüler.

„Privatschulen sind oft Impulsgeber für das gesamte Schulsystem. Sie entwickeln ihre pädagogischen Konzepte ständig weiter. Im Mittelpunkt stehen dabei immer eine zukunftsorientierte Pädagogik sowie auf die Schüler abgestimmte Lernformen“, so Klaus Vogt. Vor allem im Bereich der digitalen Bildung gelten Privatschulen als Vorreiter. Auch das Konzept der Ganztagsschulen hat im Privatschulbereich ihren Ursprung.

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Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) vertritt die Interessen von Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft im allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fachhochschulen und Hochschulen). Der 1901 gegründete Verband mit Sitz in Berlin bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Pressekontakt: Beate Bahr

PM | Digitale Bildung an Schulen – Der DigitalPaktSchule muss zügig final verhandelt werden

Berlin, 10.07.2018 – Seit knapp zwölf Monaten ist der Entwurf der Eckpunkte zur Bund-Länder-Vereinbarung „DigitalPaktSchule“ der Öffentlichkeit bekannt. Bundestagswahlen und Regierungsbildung verhinderten eine schnelle Umsetzung. Der VDP begrüßt, dass die neue Bundesregierung und die Bundesländer weiterhin hinter dem Vorhaben stehen, die digitale Bildung und digitale Infrastruktur an allen Schulen mit zusätzlichen Finanzmitteln voranzubringen. Schulen und Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft stehen in den Startlöchern. Der VDP fordert daher den zügigen Abschluss der Verhandlungen, begrüßt den vorgelegten Entwurf einer Vereinbarung und versteht den DigitalPaktSchule als wichtigen Startschuss.

Für die Qualität der Bildung in Deutschland, sowohl in der Allgemeinbildung, Berufsbildung als auch in der beruflichen Weiterbildung und Qualifizierung, sind die Vermittlung von Medienkompetenz und der Einsatz digitaler Geräte als Lernwerkzeuge von zentraler Bedeutung. Deutschland hat hier erkannbaren Nachholbedarf. Daher begrüßt der VDP das Vorhaben des Bundes und der Länder sowohl die digitale Infrastruktur an den Schulen auszubauen, medienpädagogische Konzepte an allen Schulen zu verankern und die Aus- und Fortbildung der Lehrerinnen und Lehrer im Bereich der Vermittlung digitaler Kompetenzen zu verbessern. „In unserer Gesellschaft und Arbeitswelt sind Digitalkompetenzen von zentraler Bedeutung. Schule und Berufsbildung kommt hierbei eine zentrale Funktion zu. Auf diese müssen wir alle Schulen in Deutschland, unabhängig vom Bildungsbereich und ihrer Trägerschaft, vorbereiten“, so Klaus Vogt, Präsident des VDP. „Schulen in freier Trägerschaft sehen sich hier als Innovationsmotor und Impulsgeber. Mit positiven Effekten für das gesamte Bildungssystem“, so Vogt weiter.

Dabei ist es für den VDP und seine Mitgliedsschulen wichtig zu betonen, dass nicht allein die Bereitstellung der Infrastruktur und Geräte ausreicht. Fundierte Kompetenzen der Lehrerinnen und Lehrer sind der wesentliche Baustein bei der Vermittlung von digitalen Medienkompetenzen. Daneben muss auch die Pflege der Technik vor Ort gewährleistet werden. Auch dafür müssen finanzielle Ressourcen in ausreichendem Maße bereitgestellt werden, betont Klaus Vogt weiter.

„Um allen Schülerinnen und Schüler gleichermaßen zu fördern, müssen Schulen in freier Trägerschaft gleichberechtigt an den zusätzlichen Finanzmitteln beteiligt werden. Nur so kann digitale Medienkompetenz in allen Bildungsbereichen vermittelt werden“, so die Position des VDP. Daher begrüßt der VDP den vorliegenden Entwurf der Bund-Länder-Vereinbarung und die angestrebte Änderung des Art. 104c GG. Hiermit wird die Möglichkeit freier Schulträger zur Antragsstellung und Beteiligung am Bundesprogramm geschaffen. „Jetzt muss ein zügiges Unterschreiben der Vereinbarung durch Bund und Länder den Startschuss für mehr digitale Bildung an allen Schulen geben“, so Klaus Vogt

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Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) vertritt die Interessen von Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft im allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fachhochschulen und Hochschulen). Der 1901 gegründete Verband mit Sitz in Berlin bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Verantwortlich für den Inhalt: Dietmar Schlömp, Bundesgeschäftsführer. Weitere Informationen unter: www.privatschulen.de

PM | WZB-Studie: Privatschulen werden nicht ausreichend finanziert

Berlin, 23. November 2016 – Privatschulfreiheit ist im Grundgesetz verankert. Der Gesetzgeber ist verpflichtet die Finanzierung von Privatschulen sicher zu stellen. Das Wahlrecht der Eltern, für ihre Kinder die geeignete Bildungseinrichtung auszuwählen, wird somit gewährleistet. Die aktuell veröffentlichte Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) zeigt, dass die Bundesländer das Grundgesetz bei der Finanzierung von Privatschulen nicht ausreichend beachten. Aus Artikel 7 des Grundgesetzes leitet sich ein Anspruch auf staatliche Zuschüsse ab, der jedoch nur teilweise eingehalten wird.

Freie Bildungsträger sind in der Lage mit ihren pädagogischen Konzepten auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler individueller einzugehen. Sie befördern somit die qualitative Entwicklung des Bildungssystems. Private Schulen sind mit ihren innovativen Ansätzen und reformpädagogischen Konzepten eine wesentliche Säule des pluralen Bildungssystems in Deutschland. „In einer Zeit in der die Heterogenität der Schülerinnen und Schüler ständig zunimmt, sind unterschiedliche pädagogische Konzepte für eine gelingende Bildung und Erziehung unserer Kinder besonders wichtig. Der VDP fordert deshalb gleiche finanzielle Rahmenbedingungen für staatliche und freie Schulen, um ein vielfältiges Bildungsangebot zu garantieren“, so Klaus Vogt, Präsident des VDP.

Privatschulen haben grundsätzlich zwei Einnahmequellen: den aus der Verfassung garantierten Zuschuss und das Schulgeld. Grundlage für den Zuschuss sind die Kosten, die an einer Schule entstehen. Je nach Bundesland erhalten Privatschulen allerdings einen unterschiedlich hohen Ausgleich davon. Dieser reicht in den meisten Fällen nicht aus, um die Gebäude-, Sach- und Personalkosten zu decken. Die restlichen Kosten müssen über das Schulgeld gedeckt werden. „Dies bedeutet, dass durch eine ausreichende staatliche Finanzierung private Schulen auf die Erhebung von Schulgeld verzichten könnten“, so Klaus Vogt.

Bei der in der WZB-Studie kritisierten Schulgeldhöhe muss differenziert werden: Je nach Angebot sind Extraleistungen wie zum Beispiel Ganztagsbetreuung, Unterbringung oder Verpflegung im Schulgeld enthalten. Diese Leistungen dürfen beim Vergleich mit staatlichen Schulen nicht berücksichtigt werden. Um soziale Härten zu vermeiden und möglichst allen Interessenten den Schulbesuch zu ermöglichen, gibt es an privaten Schulen zum Beispiel Stipendien oder Geschwisterermäßigungen. „Die Allgemeinzugänglichkeit ist Privatschulen besonders wichtig. Nur so ist das Grundrecht der Eltern auf freie Schulwahl erfüllbar“, so Klaus Vogt.
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Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) vertritt die Interessen von Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft im allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fachhochschulen und Hochschulen). Der 1901 gegründete Verband mit Sitz in Berlin bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Verantwortlich für den Inhalt: Robert Renner, Pressesprecher.

PM | VDP Bundesverband hat neuen Vorstand gewählt – Klaus Vogt ist neuer Präsident

Berlin, 21. November 2016 – Die Mitgliederversammlung des Verbandes Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) hat einen neuen Vorstand für den ältesten deutschen Privatschulverband gewählt.

Ohne Gegenstimmen wurde Klaus Vogt – bisheriger Vizepräsident des VDP – zum neuen Präsidenten des 115 Jahre alten Verbandes gewählt. Er löst damit die bisherige Präsidentin Petra Witt ab, die nicht wieder kandidierte. Klaus Vogt ist seit 2010 hauptamtlicher Vorsit-zender des Vorstandes beim Kolping-Bildungswerk Württemberg e. V. und Geschäftsführer bei 13 verbundenen Unternehmen des Kolping-Bildungswerks.

In seiner Antrittsrede betonte Vogt, dass er sich dafür einsetzt, dass freie Bildungseinrichtungen auch weiterhin als Initiatoren für Innovationen und reformpädagogische Konzepte wahrgenommen werden. Vogt sieht vor allem den gesellschaftlichen Wandel durch die Digitalisierung als große Herausforderung und ist überzeugt, dass freie Bildungseinrichtungen auch in diesem Bereich eine Vorreiterfunktion einnehmen werden. Weitere Themen, denen er sich widmen wird, sind unter anderem die Internationalisierung des Bildungssektors sowie der steigende Lehrkräftebedarf und die Stärkung der beruflichen Bildung.

Als Vizepräsidentin wurde Dagmar Mager bestätigt. Sie ist geschäftsführende Gesellschafterin des Instituts für Bildung und Beratung in Dresden. Neu als Vizepräsidenten im Vorstand sind Tim Balzer aus Berlin und Gerhard Helgert aus Nürnberg. Balzer führt seit 2004 die traditionsreichen Rackow-Schulen mit Standorten in Berlin und Frankfurt am Main. Helgert ist Gründer eines Mädcheninternats sowie der reformpädagogischen Jenaplan-Grundschule in Nürnberg. Tina Veigel aus Mainz und Udo Hermesdorfer aus Hennef wurden als weitere Vorstandsmitglieder erstmals in den Vorstand gewählt. Veigel betreibt seit 1996 eine private Wirtschaftsschule in Mainz. Ihre Themenschwerpunkte sind vor allem der Bereich der digitalen Bildung. Hermesdorfer ist Gründer der VESBE Trägergesellschaft gGmbH und des Europäischen Berufskollegs mit Sitz in Hennef. Er wird seine Kompetenzen insbesondere für den Bereich der Arbeitsmarktdienstleistungen in den Vorstand einbringen.

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Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) vertritt die Interessen von Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft im allgemein bildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fachhochschulen und Hochschulen). Der 1901 gegründete Verband mit Sitz in Berlin bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Verantwortlich für den Inhalt: Robert Renner, Pressesprecher. Weitere Informationen unter: www.privatschulen.de

PM | Freie Bildungsträger – Bei der Integration von Flüchtlingen unverzichtbar

Berlin, 01. Oktober 2015 – Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft können bei der Integration von Flüchtlingen einen erheblichen Beitrag leisten. Sie decken die komplette Bandbreite des Bildungsspektrums – von der frühkindlichen Bildung bis hin zur beruflichen Aus- und Weiterbildung – ab. Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) fordert Bund und Länder auf, im gemeinsamen Dialog geeignete Konzepte für die Integration von Flüchtlingen in freien Bildungseinrichtungen zu erarbeiten und umzusetzen.

Der VDP begrüßt die Vereinbarungen, die die Bundeskanzlerin und die Regierungschefs der Länder diese Woche getroffen haben. Vor allem ein beschleunigtes Asylverfahren ist entscheidend, um Flüchtlinge schnell in Schule und Arbeit zu integrieren. Gerade im Hinblick auf die langfristigen Herausforderungen müssen alle verfügbaren Möglichkeiten genutzt werden. Freie Bildungsträger sind dabei eine verlässliche Stütze. Sie bieten Integrations- und Sprachkurse sowie Ausbildungsgänge und berufliche Weiterbildungsmaßnahmen an, durch die Flüchtlingen eine gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht wird. „Nur wenn freie Bildungsträger bei der Integration von Flüchtlingen berücksichtig werden, kann die Mammutaufgabe der Integration langfristig gelingen“, so Dr. Klaus Vogt, Vizepräsident des Verbandes Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP).

Vor allem Spracherwerb ist der Schlüssel. Deutschkurse müssen bereits in den Erstaufnahme-Einrichtungen angeboten werden. Zudem ist es notwendig den Umfang der Integrationskurse des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zu erweitern. Um dringend benötigte Lehrkräfte zu gewinnen, müssen die Qualifizierungsmaßnahmen im Bereich „Deutsch als Zweitsprache“ ausgeweitet und stärker gefördert werden. Zusätzlich braucht es einheitliche Bildungsstandards in den Ländern. Hier gilt es schlüssige Konzepte zu erarbeiten, um Flüchtlingskinder gleichermaßen auf die Beschulung vorzubereiten. „Dadurch wird Planungssicherheit garantiert – eine unverzichtbare Voraussetzung für alle Bildungseinrichtungen; unabhängig von der Trägerschaft“, so Dietmar Schlömp, Bundesgeschäftsführer des VDP.

Bei der beruflichen Integration ist es notwendig, bestehende Abschlüsse schneller einstufen zu können. Das Asylverfahren zu beschleunigen, ist deshalb der richtige Weg. Nur durch einen gesicherten Aufenthaltstitel kann eine entsprechende Aus- und Weiterbildung erfolgen. Das Modellprojekt „Early Intervention“ sollte deshalb in allen Arbeitsagenturen und Jobcentern zur Regel werden. „Um eine schnelle Integration zu gewährleisten müssen einheitliche Rahmenbedingungen geschaffen werden. Das geplante Artikelgesetz muss dies erfüllen. Nur so können freie Bildungseinrichtungen ihren Beitrag leisten“, so Dr. Klaus Vogt, Vizepräsident des VDP.

Das Positionspapier des VDP mit dem Titel „Flüchtlinge in Deutschland – Förderung von Bildung und Ausbildung“ finden Sie unter http://bit.ly/1SVniCA.

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Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) vertritt die Interessen von Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft im allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fachhochschulen und Hochschulen). Der 1901 gegründete Verband mit Sitz in Berlin bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Verantwortlich für den Inhalt: Robert Renner, Pressesprecher

PM | Privatschulen – Die gefragte Alternative

Berlin, 22. April 2015 – Privatschulen finden in Deutschland großen Zuspruch. Zu diesem Ergebnis kam eine aktuelle forsa-Umfrage, die im Auftrag des Verbandes Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) durchgeführt wurde. Mehr als ein Viertel der befragten Eltern würden ihr Kind lieber auf eine Schule in freier Trägerschaft schicken. Ein weiteres Drittel ist mit dem örtlichen Angebot unzufrieden und wünscht sich mehr Privatschulen im näheren Umfeld. Der VDP fordert deshalb, Privatschulen bei der Förderung stärker zu berücksichtigen und die Gründungsvoraussetzungen von Schulen in freier Trägerschaft zu vereinfachen.

Die repräsentative Umfrage zeigte, dass der Zuspruch zu Privatschulen auch vom eigenen Bildungshintergrund abhängt. Die höchste Zustimmung (37 Prozent) erhalten private Schulen von Eltern mit einem Hauptschulabschluss. Hier liegt der Schluss nahe, dass sich gerade diejenigen, die selbst nur über einen niedrigeren Bildungsabschluss verfügen, vermehrt alternative Schulformen, eine bessere pädagogische Förderung und einen Bildungsaufstieg für ihre Kinder wünschen. Die Ergebnisse belegen, dass Privatschulen ihren Ruf als Einrichtungen für privilegierte Schichten längst abgelegt haben. Darum wünschen sich auch 31 Prozent der Eltern ein besseres Privatschulangebot im näheren Umfeld. Mit 37 Prozent ist dieser Wunsch in Ostdeutschland besonders stark. „Um diesem Elternwillen gerecht zu werden und ein flächendeckendes Angebot an freien Schulen zu gewährleisten, müssen Schulen in freier Trägerschaft stärker gefördert werden“, so Petra Witt, Präsidentin des Verbandes Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP).

Die Umfrage kam außerdem zu dem Ergebnis, dass es für 74 Prozent der Eltern sehr wichtig ist, dass eine Schule die Schüler auf die Zukunft nach dem Abschluss vorbereitet. Vor allem Privatschulen zeichnen sich dadurch aus, dass sie ihre Schüler frühzeitig für diese Anforderungen qualifizieren. Auch die Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse von Schülern und Eltern war für 58 Prozent sehr wichtig. Schulen in freier Trägerschaft garantieren dies zum Beispiel durch Ganztagsbetreuung und kleinere Klassen. 47 Prozent finden es außerdem wichtig, dass Schulen flexibel und schnell auf sich verändernde gesellschaftliche Rahmenbedingung reagieren. Freie Bildungsträger können diesen Wunsch durch ihre Eigenständigkeit und Effizienz voll erfüllen. „Schulen in freier Trägerschaft liefern entscheidende Impulse für eine zukunftsorientierte Pädagogik und beleben den Wettbewerb um die besten pädagogischen Konzepte“, so Dietmar Schlömp, Bundesgeschäftsführer des VDP.

Einen vermehrten Zuspruch für Privatschulen belegen auch die neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes: Trotz des demografischen Wandels und des allgemeinen Rückgangs der Schülerzahlen an staatlichen Schulen verzeichneten sie im Jahr 2014 weiteren Zulauf. In den letzten zehn Jahren sind die Schülerzahlen an allgemeinbildenden freien Schulen um 17 Prozent gestiegen, während sie an staatlichen Schulen rückläufig sind. Verglichen mit dem breiten Zuspruch, den die aktuelle VDP-Umfrage belegt, ist die Nachfrage weit größer als das Angebot. Um dieser künftig besser gerecht zu werden, müssen freie Bildungsträger stärker in ländlichen Regionen vertreten sein. Die Neugründung ist allerdings nicht einfach: Ersatzschulen, die vergleichbare Bildungsgänge oder Abschlüsse wie staatlichen Schulen anbieten, müssen teilweise eine Wartezeit von bis zu fünf Jahren überbrücken, bis sie staatliche Beihilfe erhalten. „Die Hürden für Neugründungen von Schulen in freier Trägerschaft müssen deshalb beseitigt werden, um ein vielfältige und innovative Bildungslandschaft zu gewährleisten“, so Petra Witt.

Pressematerial:
PM 07_2015 Privatschulen_Die gefragte Alternative
forsa_Befragung_Ergebnisse
Destatis_Privatschulstatistik_uebersicht
Destatis_Privatschulstatistik_ausfuehrlich
Zusatzinformationen_Privatschulen

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Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) vertritt die Interessen von Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft im allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fachhochschulen und Hochschulen). Der 1901 gegründete Verband mit Sitz in Berlin bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Verantwortlich für den Inhalt: Robert Renner, Pressesprecher

PM | Schulwahl 2015: Freie Bildungsträger bieten vielfältige pädagogische Konzepte

Berlin, 11. Februar 2015 – Wie jedes Jahr sind derzeit wieder zahlreiche Eltern auf der Suche nach der richtigen Schule für ihr Kind. Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) unterstützt Schüler und Eltern beratend bei der Schulwahl 2015. Über die VDP-Schulsuche auf der Internetseite des Verbandes (www.privatschulen.de) können sich interessierte Schüler und Eltern einen Überblick über die Bildungsangebote von VDP-Mitgliedsschulen verschaffen.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gab es in Deutschland im Schuljahr 2012/13 insgesamt 5.651 Schulen in freier Trägerschaft. Das ist ein Zuwachs von 8,7 Prozent in den letzten drei Jahren. Auch die Zahl der Schüler an Privatschulen ist in dieser Zeit um ca. zwei Prozent auf 730.905 gestiegen. Eine bemerkenswerte Entwicklung, da die Gesamtschülerzahl aufgrund des demografischen Wandels rückläufig ist. Hauptverantwortlich dafür ist das vielfältige Angebot an pädagogischen Ausrichtungen. „So wird gewährleistet, dass Schüler mit unterschiedlichen Begabungen und Interessen bestmöglich gefördert werden“, so Dietmar Schlömp, Bundesgeschäftsführer des VDP.

Privatschulen arbeiten außerdem eigenständig und effizient. Dadurch können sie schneller auf neue Rahmenbedingungen reagieren, was sich in innovativen Konzepten und Lehrplänen widerspiegelt. Sie erfüllen so nicht nur das Gebot der Gleichwertigkeit gegenüber dem staatlichen Schulprogramm, sondern heben sich auch durch ihr jeweils individuelles Profil ab. Freie Schulen liefern damit entscheidende Impulse für eine zukunftsorientierte Pädagogik. „Dazu gehören zum Beispiel die frühzeitige Entwicklung und Umsetzung von Ganztagsangeboten und innovativen Lernprogrammen im Bereich der digitalen Bildung“, Dietmar Schlömp weiter.

Auch die soziale Durchmischung der Schülerschaft ist entscheidend für den pädagogischen Erfolg. Eine Sonderung der Schüler nach den Besitzverhältnissen der Eltern ist gesetzlich schon nicht erlaubt. Privatschulen bieten somit für jeden Schüler das passgenaue Lernumfeld und unterstützen durch ihr vielfältiges Angebot.

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Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) vertritt die Interessen von Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft im allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fachhochschulen und Hochschulen). Der 1901 gegründete Verband mit Sitz in Berlin bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich.

Verantwortlich für den Inhalt: Robert Renner, Pressesprecher