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PM | Koalitionsverhandlungen 2018: Freie Träger müssen berücksichtigt werden

Berlin, 21. Januar 2018 – Nach der mehrheitlichen Zustimmung der Delegierten auf dem SPD-Parteitag, finden im nächsten Schritt die Koalitionsverhandlungen mit den Parteien CDU und CSU statt. Die Ergebnisse der vorab geführten Sondierungsgespräche müssen dabei konkretisiert werden. Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) fordert die verhandelnden Parteien auf, freie Bildungseinrichtungen bei allen bildungspolitischen Entscheidungen zu berücksichtigen.

Im Sondierungspapier wurden insgesamt 5,93 Milliarden Euro für Bildungsinvestitionen veranschlagt. Angesichts der aktuellen Haushaltsüberschüsse von über 6 Milliarden Euro und der Tatsache, dass Deutschland bei den Bildungsausgaben unter dem OECD-Durchschnitt liegt, sind die geplanten Investitionen dringend erforderlich. Sie müssen vor allem in die Bildungsinfrastruktur investiert werden, um das Bildungssystem zukunftsfähig zu gestalten. Zielgerichtete Förderprogramme müssen die Bundesländer dabei unterstützen, ihre Bildungsausgaben zu erhöhen. „Der VDP begrüßt in diesem Zusammenhang die geplante Einrichtung eines nationalen Bildungsrates. Dieser muss freie Bildungseinrichtungen bei zukünftigen Bildungsinvestitionen geleichermaßen einbeziehen“, so Klaus Vogt, Präsident des VDP.

Neben dem Sanierungsbedarf vieler Schulen besteht auch im Bereich der digitalen Infrastruktur Handlungsbedarf. Die neue Bundesregierung muss den angekündigten Digitalpakt schnellstmöglich umsetzen. Auch der berufliche Bereich muss an die Anforderungen der Digitalisierung angepasst werden. „Vor dem Hintergrund der Arbeitswelt 4.0 müssen die strukturellen und finanziellen Voraussetzungen für mehr digitale Lehr- und Lernmethoden in der Ausbildung geschaffen werden – und zwar unabhängig von der Bildungsträgerschaft“, so Dietmar Schlömp, Bundesgeschäftsführer des VDP.

Freie Bildungseinrichtungen sind Anbieter von Ausbildungsgängen in Gesundheitsfachberufen und tragen erheblich zur Deckung des steigenden Fachkräftebedarfs bei. Die geplante Modernisierung dieser Ausbildungsberufe muss so gestaltet werden, dass vorhandene Ausbildungskapazitäten nicht wegbrechen, sondern die berufliche Ausbildung gestärkt wird. Das bedeutet, dass freie Bildungseinrichtungen bei zukünftigen Fragen der Finanzierung, der Qualifikation der Ausbilder und der Organisation der theoretischen und praktischen Ausbildung mit einbezogen werden müssen. „Eine geplante Schulgeldfreiheit kann nur unter der Maßgabe einer bedarfsorientierten Finanzierung der Berufsfachschulen erfolgen“, so Klaus Vogt weiter.

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Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) vertritt die Interessen von Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft im allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fachhochschulen und Hochschulen). Der 1901 gegründete Verband mit Sitz in Berlin bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Verantwortlich für den Inhalt: Robert Renner, Pressesprecher. Weitere Informationen unter: www.privatschulen.de

PM | PISA-Studie: VDP begrüßt die guten Ergebnisse fordert aber mehr Bildungsausgaben und die Förderung innovativer Schulkonzepte

Berlin, 7. Dezember 2016 – Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) begrüßt das gute Abschneiden der deutschen Schüler bei der aktuellen Pisa-Studie. Gleichzeitig warnt er davor, sich mit dem bislang Erreichten zufrieden zu geben. Für eine Verbesserung des Bildungsniveaus müssen zukünftig mehr Mittel in den Bildungssektor investiert und innovative Schulkonzepte flächendecken umgesetzt werden.

Mehr als eine halbe Million Schülerinnen und Schüler im Alter von 15 Jahren aus 72 Ländern und Regionen haben an der weltweiten Schulvergleichsstudie, die seit dem Jahr 2000 alle drei Jahre stattfindet, teilgenommen. Der Schwerpunkt der Studie lag dieses Mal im Bereich der Naturwissenschaften. Die deutschen Schüler belegten dabei Platz 16 von 72 und landen damit auf einem guten Platz in der oberen Tabellenhälfte. Im Vergleich zum Pisa-Schock im Jahr 2001 ist diese Entwicklung erfreulich. Seitdem hat es in der Schulpolitik viele Aktivitäten gegeben, um die Bildungsstandards zu verbessern. „Um international anschlussfähig zu bleiben, müssen die Bildungsausgaben erhöht und auch weiterhin innovative Konzepte umgesetzt werden“, so Klaus Vogt, VDP-Präsident.

Deutschland liegt bei den Bildungsausgaben gemessen am Bruttoinlandsprodukt im internationalen Vergleich hinter dem OECD-Durchschnitt. Dies wirkt sich vor allem in der Leistungsfähigkeit des Primär- und Sekundarbereichs aus, wo häufig zu wenig Unterricht stattfindet und eine ungünstige Schüler-Lehrer-Relation besteht. Freie Schulen sind davon nicht betroffen. Durch ihre Eigenständigkeit haben sie bei personellen, organisatorischen und didaktischen Fragen eine hohe Eigenverantwortung. Im Bereich der Ganztagsbetreuung und individuellen Förderung waren sie Vorreiter, lange bevor der Staat diese Konzepte adaptiert hat. „Freie Schulen befördern nicht nur hier die qualitative Entwicklung des Bildungssystems, sondern beispielsweise auch beim Einsatz von digitalen Medien im Unterricht. Auch hier hat Deutschland im internationalen Vergleich noch Nachholbedarf“, so Klaus Vogt.

Umso unverständlicher ist deshalb die zum Teil restriktive Politik vieler Bundesländer gegenüber Schulen in freier Trägerschaft. Sei es bei den Gründungsvoraussetzungen oder bei der Finanzierung – häufig wird übersehen, dass sie laut Grundgesetz als gleichberechtigter Bestandteil des Schulwesens zu garantieren sind. Es müssen deshalb gleiche Rahmenbedingungen innerhalb der freien Bildungsträgerschaft bestehen. Dies bedeutet, dass Freie Schulen wirtschaftlich gleichzustellen sind. „Nur durch einen gleichberechtigten Wettbewerb können innovative Schulkonzepte schneller umgesetzt und das Bildungsniveau zukünftig weiter angehoben werden“, so Klaus Vogt.

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Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) vertritt die Interessen von Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft im allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fachhochschulen und Hochschulen). Der 1901 gegründete Verband mit Sitz in Berlin bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Verantwortlich für den Inhalt: Robert Renner, Pressesprecher.