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PM | Privatschulen fordern Staat zum Handeln auf

Berlin, 15. August 2019. Die Diskussion um Lehrer darf aus Sicht des VDP nicht zwischen staatlichen und privaten Schulen geführt werden. „Privatschulen sind ein grundgesetzlich verankerter Teil des öffentlichen Schulsystems“, so VDP Präsident Klaus Vogt. „Der Staat muss seiner Verantwortung für alle Lehrer im gesamten Schulwesen nachkommen.“

In den vergangenen Jahren sei es dem Staat nicht gelungen, dieser Aufgabe überzeugend nachzukommen. Dies zeigt auch die gegenwärtige Lehrersituation. „Im Wettbewerb mit den staatlichen Schulen um Lehrer werben Privatschulen mit ihrem guten Ruf“, erklärt Klaus Vogt. Die Privatschulen im VDP konnten sich bislang als attraktiver Arbeitgeber positionieren.

Um im ungleichen Wettbewerb um Lehrer nicht benachteiligt zu werden, fordert der VDP, das Ausbildungsmonopol aufzuheben und die Lehrerausbildung auch für die freien Schulen zu öffnen. „Jede andere Branche hat die Möglichkeit, selbst auszubilden und den Fachkräftebedarf ein Stück weit zu steuern“, betont Klaus Vogt.

Pressekontakt:
Beate Bahr

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Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) vertritt die Interessen von Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft im allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fachhochschulen und Hochschulen). Der 1901 gegründete Verband mit Sitz in Berlin bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Weitere Informationen unter: www.privatschulen.de

PM | Koalitionsverhandlungen 2018: Freie Träger müssen berücksichtigt werden

Berlin, 21. Januar 2018 – Nach der mehrheitlichen Zustimmung der Delegierten auf dem SPD-Parteitag, finden im nächsten Schritt die Koalitionsverhandlungen mit den Parteien CDU und CSU statt. Die Ergebnisse der vorab geführten Sondierungsgespräche müssen dabei konkretisiert werden. Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) fordert die verhandelnden Parteien auf, freie Bildungseinrichtungen bei allen bildungspolitischen Entscheidungen zu berücksichtigen.

Im Sondierungspapier wurden insgesamt 5,93 Milliarden Euro für Bildungsinvestitionen veranschlagt. Angesichts der aktuellen Haushaltsüberschüsse von über 6 Milliarden Euro und der Tatsache, dass Deutschland bei den Bildungsausgaben unter dem OECD-Durchschnitt liegt, sind die geplanten Investitionen dringend erforderlich. Sie müssen vor allem in die Bildungsinfrastruktur investiert werden, um das Bildungssystem zukunftsfähig zu gestalten. Zielgerichtete Förderprogramme müssen die Bundesländer dabei unterstützen, ihre Bildungsausgaben zu erhöhen. „Der VDP begrüßt in diesem Zusammenhang die geplante Einrichtung eines nationalen Bildungsrates. Dieser muss freie Bildungseinrichtungen bei zukünftigen Bildungsinvestitionen geleichermaßen einbeziehen“, so Klaus Vogt, Präsident des VDP.

Neben dem Sanierungsbedarf vieler Schulen besteht auch im Bereich der digitalen Infrastruktur Handlungsbedarf. Die neue Bundesregierung muss den angekündigten Digitalpakt schnellstmöglich umsetzen. Auch der berufliche Bereich muss an die Anforderungen der Digitalisierung angepasst werden. „Vor dem Hintergrund der Arbeitswelt 4.0 müssen die strukturellen und finanziellen Voraussetzungen für mehr digitale Lehr- und Lernmethoden in der Ausbildung geschaffen werden – und zwar unabhängig von der Bildungsträgerschaft“, so Dietmar Schlömp, Bundesgeschäftsführer des VDP.

Freie Bildungseinrichtungen sind Anbieter von Ausbildungsgängen in Gesundheitsfachberufen und tragen erheblich zur Deckung des steigenden Fachkräftebedarfs bei. Die geplante Modernisierung dieser Ausbildungsberufe muss so gestaltet werden, dass vorhandene Ausbildungskapazitäten nicht wegbrechen, sondern die berufliche Ausbildung gestärkt wird. Das bedeutet, dass freie Bildungseinrichtungen bei zukünftigen Fragen der Finanzierung, der Qualifikation der Ausbilder und der Organisation der theoretischen und praktischen Ausbildung mit einbezogen werden müssen. „Eine geplante Schulgeldfreiheit kann nur unter der Maßgabe einer bedarfsorientierten Finanzierung der Berufsfachschulen erfolgen“, so Klaus Vogt weiter.

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Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) vertritt die Interessen von Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft im allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fachhochschulen und Hochschulen). Der 1901 gegründete Verband mit Sitz in Berlin bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Verantwortlich für den Inhalt: Robert Renner, Pressesprecher. Weitere Informationen unter: www.privatschulen.de

Stellungnahme | Entwurf einer Niedersächsischen Verordnung über ein Ausgleichsverfahren zur Finanzierung von Ausbildungsvergütungen und Weiterbildungskosten in der Altenpflege (NAltPflAusglVO)

Hannover, 16.11.2015 – Der Verband Deutscher Privatschulen Niedersachsen-Bremen e. V., der viele Altenpflegeschulen in freier Trägerschaft als Mitgliedsschulen vertritt, nimmt gerne zum Entwurf einer Niedersächsischen Verordnung über ein Ausgleichsverfahren zur Finanzierung von Ausbildungsvergütungen und Weiterbildungskosten in der Altenpflege Stellung.

Vor dem Hintergrund eines wachsenden Fachkräftebedarfs in der Altenpflege kann mit dieser Verordnung aus Sicht des VDP eine Nachwuchsgewinnung unterstützt und vorangetrieben werden, um die bereits heute bestehende Fachkräftelücke zu schließen und die künftigen Zusatz- und Ersatzbedarfe zu decken. Dafür werden Nachwuchskräfte benötigt. Diese müssen im Wesentlichen aus den Absolventinnen und Absolventen der Altenpflegeausbildung rekrutiert werden.

Die derzeitigen Wettbewerbsnachteile für die ausbildenden Einrichtungen werden mit dieser Verordnung aufgehoben und ein Anreiz geschaffen, Auszubildenden ein Entgelt auf tarifvertraglichem Niveau zu zahlen.

Daher stimmt der Verband Deutscher Privatschulen Niedersachsen-Bremen e. V. dem Entwurf uneingeschränkt zu.

PM | Flüchtlinge stärker fördern und Chancen für den Arbeitsmarkt nutzen

Berlin, 3. Juni 2015 – Nie zuvor wurden so viele Flüchtlinge in Deutschland erwartet wie in diesem Jahr. Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) fordert darum eine Überarbeitung der derzeitigen Flüchtlingspolitik. Vor allem im Bildungsbereich müssen Chancen genutzt werden. Nur so können die Herausforderungen des demografischen Wandels und seine Risiken für die ökonomische Entwicklung bewältigt werden.

Die Arbeitsagentur hat diese Woche Millionenhilfen und mehr Mitarbeiter vom Bund gefordert, um den Ansturm der Flüchtlinge und Asylbewerber auf den Arbeitsmarkt zu bewältigen. Der VDP unterstützt diese Forderung und verweist auf die Chance, mit gut ausgebildeten Asylsuchenden den steigenden Fachkräftebedarf zu sichern. Um das zu erreichen, müssen auch Flüchtlingen die Maßnahmen der Arbeitsmarktintegration ohne langfristig gesicherten Aufenthalt offenstehen. Zusätzlich bedarf es geeigneter Qualifikationsfeststellungen, um vorhandene schulische und berufliche Vorkenntnisse anzuerkennen. Dabei ist die Sprachqualifikation der Schlüssel zur gesellschaftlichen und beruflichen Integration. „Der Zugang zu einem Sprachkurs darf nicht durch hemmende Wartezeiten behindert werden“, so Dr. Klaus Vogt, Vizepräsident des VDP.

Das Bildungsangebot muss die unterschiedlichen Biografien sowie Bildungs- und Qualifikationsvoraussetzungen der Flüchtlinge und Asylbewerber berücksichtigen. Es gilt Bildungsdefizite zu reduzieren und Deutschkurse oder eine aufbauende Nachqualifizierung zu fördern.Schulen und ihre Schulsozialarbeit müssen unabhängig von ihrer Trägerschaft finanzielle und personelle Unterstützung erhalten. Außerdemwäre es sinnvoll, wenn vorhandene Strukturen, wie die vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) finanzierten Deutsch- und Integrationskurse, mit Aussicht auf ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht genutzt werden könnten. „Durch diese Maßnahmen stünden der Wirtschaft kurz- und mittelfristig mehr Fachkräfte zur Verfügung, die wiederum in das Sozialsystem einzahlen“, so Dietmar Schlömp, Bundesgeschäftsführer des VDP.

Asylbewerber und Flüchtlinge aufzunehmen und ihnen Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen ist deshalb nicht nur eine humanitäre Pflicht, sondern zugleich ein Beitrag zur Sicherung von Fachkräften und ökonomischer Leistungsfähigkeit. Jeder Flüchtling muss die Möglichkeit haben, eine berufliche Ausbildung zu beginnen. Diese darf nicht an aufenthalts- und sozialrechtlichen Hürden scheitern. Die Beratungsangebote, die Flüchtlinge sowie ihre Berufsschulen und Betriebe im Integrationsprozess wahrnehmen können, müssen weiter ausgebaut werden. „Nur wenn sich die Rahmenbedingungen ändern, können die Herausforderungen durch Flüchtlinge und Asylbewerber langfristig bewältigt werden“, so Dr. Klaus Vogt, Vizepräsident des VDP.

Das Positionspapier des VDP mit dem Titel „Flüchtlinge in Deutschland – Förderung von Bildung und Ausbildung“ finden Sie hier.

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Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) vertritt die Interessen von Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft im allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fachhochschulen und Hochschulen). Der 1901 gegründete Verband mit Sitz in Berlin bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich.

Verantwortlich für den Inhalt: Robert Renner, Pressesprecher