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PM | Schulwahl: Privatschulen bieten individuellen Lernweg für jedes Kind

Berlin, 12. Februar 2019. Fast jedes zehnte Kind besucht eine allgemeinbildende Schule in freier Trägerschaft. Privatschulen bieten aufgrund ihrer vielfältigen pädagogischen Konzepte ein breit gefächertes Angebot. Neben dem Schulprofil spielen Kriterien wie die Unterstützung bei Lernproblemen, die Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule, das Lehrerkollegium sowie das Schulklima eine wesentliche Rolle. „Privatschulen orientieren sich beim Lehren und Lernen an den gesellschaftlichen Anforderungen und ermöglichen jedem Kind einen individuellen Lernweg“, sagt Klaus Vogt, Präsident des VDP. Entscheidend bei der Schulwahl und für den Lernerfolg des Kindes sei es, eine Schule entsprechend den Fähigkeiten, Fertigkeiten und Neigungen des Kindes auszuwählen.

Die steigenden Schülerzahlen an freien Schulen belegen, dass sich immer mehr Eltern individuelle Bildungsangebote für ihre Kinder wünschen. So stieg die Anzahl der Schüler an allgemeinbildenden Privatschulen in den vergangenen fünf Jahren um 3,7 Prozent von 730.382 auf 757.263 Schüler.

„Privatschulen sind oft Impulsgeber für das gesamte Schulsystem. Sie entwickeln ihre pädagogischen Konzepte ständig weiter. Im Mittelpunkt stehen dabei immer eine zukunftsorientierte Pädagogik sowie auf die Schüler abgestimmte Lernformen“, so Klaus Vogt. Vor allem im Bereich der digitalen Bildung gelten Privatschulen als Vorreiter. Auch das Konzept der Ganztagsschulen hat im Privatschulbereich ihren Ursprung.

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Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) vertritt die Interessen von Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft im allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fachhochschulen und Hochschulen). Der 1901 gegründete Verband mit Sitz in Berlin bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Pressekontakt: Beate Bahr

PM | Anzahl der Privatschulen weiter gestiegen

Berlin, 30. November 2017 – Laut Statistischem Bundesamt ist die Anzahl der Privatschulen erneut gestiegen. Die aktuellen Zahlen belegen, dass immer mehr Eltern von ihrem Recht auf freie Schulwahl Gebrauch machen und für ihr Kind eine Schule in freier Trägerschaft wählen. Durch ihr vielfältiges Bildungsangebot sind sie eine wesentliche Säule des deutschen Bildungssystems. Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) fordert deshalb freie Bildungseinrichtungen bei allen Bildungsinvestitionen zu berücksichtigen. 

Laut Statistik gab es im Schuljahr 2016/17 insgesamt 5.836 allgemeinbildende und berufliche Privatschulen – ein Zuwachs von über drei Prozent innerhalb der letzten fünf Jahre. Die so genannten privaten Ersatzschulen unterteilen sich in 3.622 allgemeinbildende und 2.214 berufsbildende Schulen. Das entspricht 11 Prozent aller allgemeinbildenden sowie 25 Prozent aller berufsbildenden Schulen in Deutschland. Im vergangenen Schuljahr besuchten 990.402 Schüler eine Bildungseinrichtung in freier Trägerschaft. Von den insgesamt 11 Millionen Schülern in Deutschland ist das jeder Elfte.„Der kontinuierliche Zuwachs verdeutlicht, dass viele Eltern bei der Suche nach einer geeigneten Schule immer häufiger bei privaten Schulen fündig werden. Sie stehen für eine individuelle Förderung und bieten für jedes Bildungsbedürfnis das passende pädagogische Konzept“, so Klaus Vogt, VDP-Präsident.

Obwohl die Zahl aller Schulen wegen der niedrigeren Geburtenrate Ende der 90er Jahre sank, ist die Zahl der Privatschulen weiter gestiegen. Im Zeitraum von 2000 bis 2016 stieg sie um 43 Prozent, während die Gesamtzahl aller Schulen um 18 Prozent sank. „Diese Entwicklung zeigt, dass Privatschulen einen zentralen Stellenwert eingenommen haben. Vor allem in ländlichen Regionen – wo staatliche Schulen vermehrt schließen – garantieren sie ein flächendeckendes Bildungsangebot“, so Klaus Vogt weiter.

Die positive Entwicklung des freien Schulwesens belegt die Vielfältigkeit und das individuelle Angebot von freien Schulen. In der bildungsökonomischen Forschung ist es unumstritten, dass der Wettbewerb zwischen privaten und öffentlichen Schulen die Qualität des Schulsystems verbessert. Allerdings sind Privatschulen in Deutschland stark unterfinanziert. Nur 60 bis 70 Prozent dessen, was der Staat und die Kommunen für die Schüler an öffentlichen Schulen ausgeben, wendet er für Privatschulen auf. „Um einen fairen Wettbewerb um die besten pädagogischen Konzepte sicherzustellen, muss diese Deckungslücke ausgeglichen werden. Freie Bildungseinrichtungen müssen außerdem bei allen zukünftigen Investitionsprogrammen gleichermaßen berücksichtigt werden“, so Dietmar Schlömp, Bundesgeschäftsführer des VDP.

Übersicht aktuelle Zahlen
Grafiken aktuelle Zahlen 

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Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) vertritt die Interessen von Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft im allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fachhochschulen und Hochschulen). Der 1901 gegründete Verband mit Sitz in Berlin bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Verantwortlich für den Inhalt: Robert Renner, Pressesprecher. Weitere Informationen unter: www.privatschulen.de

Stellungnahme | Entwurf „Niedersächsisches Gesetz über Schulen für Gesundheitsfachberufe und Einrichtungen für die praktische Ausbildung (NSchGesG)

Der Verband Deutscher Privatschulen Niedersachsen-Bremen e.V. (VDP) bezieht gerne zum Entwurf eines Niedersächsischen Gesetzes über Schulen für Gesundheitsfachberufe und Einrichtungen für die praktische Ausbildung (NSchGesG) Stellung.

Grundsätzlich begrüßt der VDP den Entwurf und die damit verbundenen Regelungen, da hierdurch die Qualität in der Ausbildung gesteigert werden kann. Allerdings besteht die Gefahr, dass eine höhere finanzielle Belastung auf die Einrichtungen im Gesundheitswesen sowie auf die Auszubildenden zukommt. Kosten doch erhöhte Qualitätsanforderungen in der Regel mehr Geld, welches über Schulgeld und nur zum Teil durch das Krankenhausfinanzierungsgesetz abgedeckt werden kann. Dies hätte eine Verteuerung der Ausbildung zur Folge, die zu großen Teilen zu Lasten der Auszubildenden gehen würde.

Folgende kritische Anmerkungen möchte der VDP gerne zu den Regelungen des Entwurfes ausführen.

Sehr kritisch sieht der VDP in § 3 Abs. 1 Nr. 2 die Formulierung „in der Nähe der Schule“, da diese Aussage wenig aussagekräftig ist. Der VDP geht davon aus, dass eine engere Auslegung der „Nähe“ der Praxiseinrichtung (derzeit max. 100 km) problematisch wäre.

Um die Verkehrsinfrastruktur gut zu berücksichtigen, wäre eine Angabe in Minuten erstrebenswert. Schulen bilden in der Regel durch Blockpraktika aus, d.h. die Schülerinnen und Schüler sind bis zu drei Monaten in der Einrichtung des Gesundheitswesens tätig. Es ist davon auszugehen, dass die Entfernung hier für die Schülerinnen und Schüler eher unproblematisch sein dürfte. Allerdings ist zur berücksichtigen, dass die betreuenden Lehrkräfte die Praxiseinrichtungen gut erreichen können, um eine umfängliche Betreuung innerhalb des Praktikums zu gewährleisten.

Vorstellbar wäre die Formulierung „Die Einrichtungen der praktischen Ausbildung müssen sich grundsätzlich in räumlicher Nähe zur Schule befinden. Dies entspricht in der Regel einer Entfernung von maximal 100 Kilometern oder einer Fahrzeit von 60 Minuten. Die NLSchB kann Ausnahmen zulassen, sofern ein Konzept zur Praxisbegleitung der Schülerinnen und Schüler vorgelegt wird. Die Anzahl der praktischen Ausbildungsplätze muss ausreichend sein.“, wie es der Erlass vom 22.12.2014 – 45-81 002/2/5 – in Punkt 3.2. vorsieht.

Darüber hinaus muss der § 8 angepasst werden, denn eine Übergangsfrist von 2 Jahren könnte im Zweifel für Schülerinnen und Schüler bedeuten, dass sie ihre Ausbildung nicht abschließen können. Dies wäre z. B. bei den Physiotherapeutinnen / Physiotherapeuten zu befürchten, wenn die Voraussetzungen nach § 2 Abs. 2  vor Ablauf des 31. Juli 2018 nicht nachgewiesen werden würden.  Hier muss eine 3-jährige Übergangsfrist, also bis zum 31. Juli 2019, geregelt sein um die Schülerinnen und Schüler nicht zu verunsichern und zu benachteiligen.

Ein Nachweis bis zum 31. Juli 2018 würde zudem einen unverhältnismäßig hohen personellen Aufwand für die Niedersächsische Landesschulbehörde bedeuten. Vielmehr müsste diese dann tätig werden und die staatliche Anerkennung entziehen, wie dies § 8 Abs. 1 S. 2 fordert, wenn Tatbestände vorliegen, die vermuten lassen, dass die Voraussetzungen nicht mehr vorliegen.

Auch § 8 Abs. 3 ist so nicht akzeptabel. Schulen im Gesundheitswesen arbeiten nicht generell nur mit hauptberuflichen sondern auch mit nebenberuflichen Lehrkräften. Der Markt gibt derzeit in vielen Bereichen studierte hauptberufliche Lehrkräfte nicht in der Fülle her, wie sie gebraucht werden würden und das sowohl für Schulen in freier Trägerschaft als auch für staatliche Schulen. Des Weiteren werden Fachleute aus der Praxis gebraucht um die Ausbildung auch praktisch zu gestalten und den Schülerinnen und Schülern das nötige praktische Wissen zu vermitteln.

Daher muss es hier auch zwingend einen Bestandsschutz für nebenberufliche Lehrkräfte geben. Nur so kann eine gute und kontinuierliche Ausbildung gewährleistet werden.

Wir freuen uns, wenn unsere Vorschläge und Anmerkungen berücksichtigt werden. Einem persönlichen Gespräch stehen wir offen gegenüber.

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Der Verband Deutscher Privatschulen Niedersachsen e. V. vertritt als Berufsverband mit Sitz in Hannover die Interessen der niedersächsischen und bremischen Schulen und Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft. Mitglieder sind staatlich genehmigte oder anerkannte allgemein bildende sowie insbesondere berufsbildende Privatschulen, Einrichtungen der Erwachsenenbildung und solche, die Fortbildungen und Dienstleistungen anbieten, die den Anforderungen des modernen Arbeitsmarktes gerecht werden. Der weltanschaulich wie parteipolitisch unabhängiger Verband ist Mitglied im VDP Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. in Berlin. Verantwortlich für den Inhalt: Yvonne Mohnke, Geschäftsführerin

PM | Freie Schule Wernigerode gewinnt ECHO

Berlin, 20. Oktober 2015 – Die Freie Grundschule Wernigerode, in Trägerschaft der FIT-Ausbildungs-Akademie gGmbH, hat dieses Jahr den bekannten Deutschen Musikpreis ECHO Klassik in der Kategorie „Nachwuchsförderung“ erhalten. Die Preisverleihung fand am 18. Oktober im Konzerthaus Berlin statt. Der „Echo Klassik“ ist einer der wichtigsten Musikpreise der Welt und wurde in diesem Jahr zum 22. Mal verliehen.

Erstmals wurde in Deutschland eine Schule für ihre Nachwuchsförderung mit dem ECHO ausgezeichnet. Zu verdanken ist das dem Schulleiter Reno Scherbaum und der Musiklehrerin Simone Drebenstedt, die die Bewerbung eingereicht haben. Diese beinhaltete ein Video, eine Sammlung von Zeitungsartikeln sowie eine Begründung, warum die Einrichtung den Preis verdient hat. In den Ferien wurde die Schule dann über die gute Nachricht informiert. „Im Namen des Verbandes Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) gratuliere ich herzlich zu diesem außerordentlichen Erfolg“, so Petra Witt, Präsidentin des VDP.

Das Konzept der Freien Grundschule Wernigerode ist musikalisch ausgelegt. Die Grundschüler erleben klassische Musik alltäglich. Drei Stunden Musikunterricht pro Woche sind Pflicht. Jeder Schüler lernt mindestens ein Instrument. Dadurch werden die Grundlagen für eine spätere musikalische Karriere vermittelt. Die Musik spielt auch in Fächern wie Deutsch, Mathe und Englisch täglich eine Rolle. „Diese Schule ist ein herausragendes Beispiel für die vielfältigen pädagogischen Konzepte, die freie Schulen auszeichnen“, so Petra Witt.

Die Schule will „Sinneskompetenz“ vermitteln. Dieses entscheidende Kriterium hat die ECHO-Jury überzeugt. Die Nachwuchsförderung ist dem Bundesverband Musik ein besonderes Anliegen. Die Auszeichnung lehrt die Schüler, dass mühevolles Proben letztlich mit Erfolg belohnt wird. „Wir wünschen der Freien Grundschule Wernigerode auch weiterhin viel Erfolg und Freude bei der musikalischen Gestaltung ihres Unterrichts“, so Petra Witt, VDP-Präsidentin.

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Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) vertritt die Interessen von Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft im allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fachhochschulen und Hochschulen). Der 1901 gegründete Verband mit Sitz in Berlin bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Verantwortlich für den Inhalt: Robert Renner, Pressesprecher

PM | Digitale Bildung muss fester Bestandteil in der Lehrerausbildung werden

Berlin, 15. September 2015 – Laut einer aktuellen PISA-Studie ist mehr Zeit am Computer in der Schule nicht unbedingt mit zusätzlichen Lernkompetenzen verbunden. Aber je moderater und zielgerichteter die Technologie genutzt wird, desto größer ist der schulische Erfolg. Trotz gestiegener Investitionen im Bereich der digitalen Ausstattung, konnte in den jeweiligen Ländern keine nennenswerten Verbesserungen der Schülerleistungen festgestellt werden. Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) fordert deshalb digitale Bildung zum festen Bestandteil der Lehrerausbildung zu machen.

Die Vermittlung von digitaler Bildung variiert an den Schulen stark. Um eine einheitliche Kompetenzvermittlung zu garantieren, müssen Lehrer umfangreich auf die Anforderungen im Bereich der digitalen Bildung vorbereitet werden. Änderungen bei den Curricula und Prüfungsordnungen sowie entsprechende Schulungsangebote für bereits tätige Lehrer sind zwingend notwendig. Dabei muss der didaktische Schwerpunkt auf der Methodenvermittlung liegen. „Nur so können die Chancen der Digitalisierung für eine bessere Bildung genutzt werden“, so Dietmar Schlömp, VDP Bundesgeschäftsführer.

Deutschland liegt mit einem Schüler-Computer-Verhältnis von 4,2 zu 1 auf Platz 28 unter den 34 OECD-Ländern und gehört damit zum digitalen Schlusslicht. Eine flächendeckende infrastrukturelle Ausstattung an Schulen ist somit erforderlich. Gleichzeitig müssen neuen Konzepte wie „Bring your own Device“ (BYOD) berücksichtigt werden. Bei der digitalen Bildung geht es um Qualität statt Quantität. Die richtigen pädagogischen Konzepte sind entscheidend um digitale Fähigkeiten zu vermitteln. „Digitale Bildung kann nur gelingen, wenn bundeseinheitliche Mindeststandards bei der digitalen Informations- und Medienkompetenz eingeführt werden“, so Dietmar Schlömp.

Laut Studie haben noch immer überproportional viele Schüler aus unteren und mittleren sozialen Schichten sowie Schüler mit Migrationshintergrund geringere digitale Fähigkeiten. Sozial benachteiligte Jugendlich nutzen Computer eher um Videos zu schauen, online zu spielen oder zu chatten. Eine intensive Nutzung von täglich über sechs Stunden kann zu schulischen Misserfolgen führen. Um dem vorzubeugen, müssen digitale Medien fächerübergreifend in den Unterricht integriert werden. „Nur so kann ein richtiger Umgang erlernt und die ‚Digitale Schere‘ geschlossen werden“, so Dietmar Schlömp

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Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) vertritt die Interessen von Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft im allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fachhochschulen und Hochschulen). Der 1901 gegründete Verband mit Sitz in Berlin bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Verantwortlich für den Inhalt: Robert Renner, Pressesprecher

PM | Trotz guter Lage auf Lehrstellenmarkt: Jugendliche müssen weiter gefördert werden

Berlin, 12. August 2015 – Laut Bundesagentur für Arbeit hat Deutschland im EU-weiten Vergleich die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit. Im Mai 2015 waren lediglich 258.200 der 15- bis 24-Jährigen als arbeitslos registriert. Trotz der guten Lage, sind jedoch immer noch 13,1 Prozent der Jugendlichen in Deutschland ohne Berufsabschluss. Der VDP fordert deshalb, insbesondere diesen Jugendlichen den Einstig in eine Berufsausbildung zu erleichtern und berufsvorbereitende Maßnahmen sowie schulische Ausbildungen zu fördern.

Die Quote der Schulabgänger ohne Abschluss ist zwar weiterhin rückläufig; dennoch gelingt einem Großteil der Jugendlichen ohne schulischen Abschluss der Einstieg in eine Berufsausbildung nicht. Es gilt daher berufliche Bildungsangebote zu verstärken. Vor allem berufsvorbereitende Maßnahmen müssen als unverzichtbare Säule der Berufsausbildung anerkannt werden. Jugendliche mit Förderbedarfen werden so gezielt beim Übergang von Schule in die Ausbildung unterstützt. Berufsvorbereitende Maßnahmen ermöglichen ihnen eine allmähliche Anpassung an die Herausforderungen einer Ausbildung und den beruflichen Alltag. „Sie sind deshalb eine unverzichtbare Säule, um der Quote von Jugendlichen ohne Berufsabschluss entgegenzuwirken“, so Dietmar Schlömp, Bundesgeschäftsführer des VDP.

Auch außerbetriebliche Ausbildungsangebote bieten benachteiligten Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Defizite durch individuelle Förderangebote abzubauen und gleichzeitig einen staatlich anerkannten Berufsabschluss zu erwerben. Viele Jugendliche benötigen im Rahmen ihrer Ausbildung Unterstützung, beispielsweise bei der Verbesserung ihrer deutschen Sprachkenntnisse. Darauf sind Bildungsträger von schulischen Ausbildungen spezialisiert. Für Betriebe, die unter wirtschaftlichen Zwängen stehen, sind derartige zusätzliche Ausbildungsleistungen häufig nicht leistbar. „Schulische Ausbildungsgänge sind deshalb eine unverzichtbare Ergänzung zur dualen Ausbildung, um Jugendlichen einen Berufsabschluss zu ermöglichen“, so Dietmar Schlömp.

Um die Vielfalt des beruflichen Bildungsangebotes insgesamt zu erhalten, müssen schulische Ausbildungsgänge deshalb gleichermaßen gefördert werden. Viele Berufe, wie zum Beispiel im Pflegebereich, können ausschließlich in einer berufsfachschulischen Ausbildung erlernt werden. Damit die Jugendlichen langfristig einen Mehrwert von der Ausbildung haben und die Abbrecherquote reduziert wird, müssen die individuellen Interessen, Neigungen und Förderbedarfe der Jugendlichen berücksichtigt werden. „Eine Schlechterstellung oder Streichung der schulischen Ausbildungsgänge wäre der falsche Weg“, so Dietmar Schlömp. „In Zeiten des Fachkräftebedarfs und der hohen Flüchtlingsströme müssen vielfältige Ausbildungswege zur Verfügung gestellt werden, die jedem Jugendlichen einen Zugang zu einer Ausbildung ermöglichen“.

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Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) vertritt die Interessen von Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft im allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fachhochschulen und Hochschulen). Der 1901 gegründete Verband mit Sitz in Berlin bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Verantwortlich für den Inhalt: Robert Renner, Pressesprecher